Geschichte

Wie es begann

In den Jahren um 1990 erreichten die Bilder der katastrophalen Zustände in rumänischen Waisenhäusern die deutsche Öffentlichkeit. Bilder von Kindern und Jugendlichen, die auf den Straßen, Bahnhöfen oder der Kanalisation von Bukarest lebten, schockierten viele Menschen. In ihrer Betroffenheit halfen sie durch Spenden oder initiierten selbst Hilfstransporte nicht nur nach Rumänien, sondern auch nach Bulgarien und in die heutige Republik Moldau. 

Der österreichische Jesuitenpater Georg Sporschill (Gesellschaft Jesu, Ordenskürzel der Jesuiten: SJ) erhielt damals von seiner Ordensgemeinschaft den Auftrag, nach Rumänien zu gehen. Er sollte sich dort um diese Kinder und Jugendlichen kümmern. In Bukarest kaufte er ein Haus, das als erste Anlaufstelle diente und ihm und den Kindern ein Dach über dem Kopf bot. Das Haus stand an der „Piață Concordiei“ in Bukarest. Der Name dieses Platzes gab der aus dieser Hilfe entstandenen Stiftung ihren Namen.

Neben der auf Nothilfe ausgerichteten Sozialarbeit gewann die Bildungsarbeit im Laufe der Jahre an Bedeutung. Freizeit-, Sport- und Musikprogramme sollten die Kinder und Jugendlichen nicht nur „von der Straße holen“, sondern sie darauf vorbereiten, ein eigenständiges und würdevolles Leben zu gestalten. Zu den Zielgruppen gehören mittlerweile auch Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien sowie aus Familien der Roma-Minderheit.

Im Jahr 2012 hat sich Pater Georg Sporschill aus dem Vorstand der Stiftung zurückgezogen und hat die Verantwortung in die Hände der nachfolgenden Generation gelegt.

CONCORDIA in Rumänien heute

Seit einigen Jahren bietet CONCORDIA Berufsausbildungen im stiftungseigenen Bildungs- und Trainingszentrum in Ploieşti an, das etwa 60 Kilometer nördlich von Bukarest liegt. Die Ausbildungsgänge orientieren sich an der österreichischen bzw. deutschen dualen Berufsausbildung. Hier bilden CONCORDIA-Mitarbeitende Jugendliche zu Bäcker/innen, Köch/innen, Kellner/innen, Tischler/innen und landwirtschaftlichen Hilfskräften aus.

Seit 2004: CONCORDIA der Republik Moldau

Im Jahr 2004 erfolgte die Ausweitung der Arbeit auf die Republik Moldau. Das ärmste Land Europas leidet darunter, dass eine hohe Zahl an Menschen im berufsfähigen Alter als Arbeitsmigranten die Republik Moldau verlässt. Zurück bleiben Kinder und alte Menschen, die sich kaum selbst versorgen können. Mit Sozialzentren, Suppenküchen und Brennholzlieferungen im Winter leistet CONCORDIA Nothilfe und Basisversorgung. Aber auch Kleinbauern in der Republik Moldau werden mit Programmen, die die „Hilfe zur Selbsthilfe“ fördern, von CONCORDIA unterstützt.

Seit 2008: CONCORDIA in Bulgarien

Im Jahr 2008 kam der Jesuitenpater Markus Inama SJ im Auftrag seiner Ordensgemeinschaft nach Sofia. Er baute dort das Sozialzentrum Sveti Konstantin auf, das auch heute noch den Schwerpunkt der Arbeit von CONCORDIA Bulgarien bildet. Es beherbergt eine Notschlafstelle, ein Kinderhaus, ein Tageszentrum und eine Werkstatt und ist damit für viele Menschen in Not ein schützendes Zuhause. Schon kurze Zeit nach dem Start in Sofia eröffnet ein CONCORDIA Frisörsalon, in dem Jugendliche eine Ausbildung zur/m Frisör/in absolvieren können.

2016: Stiftungsgründung in Deutschland

Die CONCORDIA Sozialprojekte Stiftung Deutschland begann ihre Tätigkeit im Frühjahr 2016. Sie wird – ihrem Stiftungszweck gemäß – eng mit den anderen CONCORDIA-Organisationen kooperieren. Mit ihrer Arbeit wird sie die Aktivitäten in den Projektländern Rumänien, Bulgarien und der Republik Moldau von Deutschland aus unterstützen.

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